Dienstag, 28. Juli 2015

Vorher - nachher - Wände patinieren




Von Gemäuern und Bruchstücken...
 
Der Frühling nickte mir wohlwollend. Er ließ mir zaubervolle Geschenke zukommen. Wie die ersten Blättchen an den Bäumen das Grün dem Himmel entgegen sprießen, sollte auch ich wachsen und mich erneuern.
Der Frühling samt drei Geschwisterchen, all die Zauberer und Verwandler lockten mich mit  
Alles Neue bringt der Frühling...
Und ich wollte mich erneuern und das Alte abstreichen. Der Frühling, der Schalk, der lachte und schickte das Frühlingsgewitter über mich. Es waltete und es donnerte... und wurde dunkel.
Die Turbulenzen waren vorüber und ich sah mich plötzlich im Besitz von... viel freier Zeit. Glück im Unglück umarmte mich sanft und flüsterte ins Öhrchen... mach etwas draus.

Und das möchte ich Euch zeigen. Heute lade ich Euch in meine Gemächer ein. 
Kommt mit...

In meiner Phantasie sah ich schon die Patina an den Wänden... Die alten Mauern, die willkürlichen Spachtelmuster, winzig kleine gesprungene Stellen... lebendige Wände!





Ich war sehr neugierig darauf, zu sehen  womit die von der weißen Raufasertapete befreiten Wände mich 
überraschen werden. 
Mir war bewusst, viel Arbeit kommt auf mich zu. So wollte ich auch haben. Ihr müsst wissen, ich lieeeeeeebe es... 
ein Projekt anzufangen, wo kein Ende abzusehen ist, hihi.




Die ersten tapetenfreien Wände... welch ein Glück!




Oh, wie habe ich mich über die Vielfalt der Farbnuancen und der Muster an den Wänden gefreut! 
Damit war ich eine glückliche Grażyna, die über jeden frei gewonnenen Quadratmeter staunte.




So wie hier,  all die Farbnuancen... soooooo ein Potenzial. Vor meinen Augen breiteten sich ziemlich wilde Wände aus, hihi


Oder hier rechts, schon ziemlich rot... nein... gefällt mir nicht wirklich...


In der Küche war die Tapete besoooooooonders hartnäckig und sie ließ sich nur Millimeter für Millimeter 
von der Wand trennen. 
Nur zu oft sah ich die Lackfarbe. Solch ein unerfreulicher Anblick... typisch für die alten Gemäuer.






Auch die anderen Flächen boten mir Ähnliches an...





Die ersten Wände hatten keine Tapeten mehr. Ich sah das nackte Mauerwerk und war verblüfft darüber,  
wie befreit ich mich ohne Tapeten fühlte.
Mit großer Freude riss ich auch die restlichen von den Wänden,
als ob sie  noch eine andere Bedeutung hätten,
als nur die Wände zu verhüllen. 
Die mühsame und anstrengende Arbeit hatte für mich tatsächlich noch eine andere Bedeutung und das ließ mich nachdenklich werden... 
Warum diese Verhüllung?
Warum braucht Mauerwerk Papierstreifen?

Der Putz, unregelmäßig und mit winzig kleinen Wölbungen, mit rauen abstehenden Flächen und Schattierungen ist schön. Es entsteht eine Struktur.  Die Wände mit weißlichen, gelblichen und rötlichen Nuancen und verschiedenen Mustern, 
die ich plötzlich hatte, sind lebendig. Und die haben eine Tiefe.
Das Raue mag ich gerne, sehr gerne. Wenn verschiedene Oberflächen mit glatten, rauen und porösen Stellen ineinander fließen entsteht etwas Schönes. Ein Gefüge, der amtet. Wie eine Persönlichkeit, mit Ecken, Kanten und Brüchen.
Eine glatte, tapezierte Fläche, hmmm... dort ist kein Leben. Das Mauerwerk wiederum kann ich lange betrachten und dabei werden meine Augen mit einer Symphonie der Bilder und der Oberflächen Strukturen verwöhnt :)))
In eine wunderbare, nach Orange duftende Biofarbe habe ich investiert und die ist soooowas von ergiebig und damit lässt sich sehr gut arbeiten.

Wunderbarsten Hintergrund hatte ich schon. Und so wollte ich möglich viel davon durchscheinen lassen. Ich wollte diese Stellen nicht ausblenden. Leuchtend und lebendig sollte es sein! Mir war soooooooooooooo danach...
So, wie das Leben auch ist, mit Glücksmomenten und Krisenzeiten...
Und das eine lebt von den anderen und beide umarmen sich...
Ist das nicht herrlich?


Ahhhh... ich war glücklich und zufrieden. Mit der Rolle in der Hand trug ich an manchen Stellen dicker oder transparenter die Farbe auf, je nachdem, auf was für einen Hintergrund ich gearbeitet habe. Erklären lässt sich das schwer, 
weil ich nach Gefühl arbeite. Es musste ein harmonisches Ganzes ergeben.


Hier haben die Bauleute mit dem Bleistift ihre Spuren hinterlassen.
Es sollte nur mit einem Hauch verdeckt werden, leicht.....


Oder hier oben, die weiße Zickzackecke, die ich auch nicht entfernen wollte. Das finde ich zu schöööön..... mit dem langen Sprung darunter...






Auch den Stuck habe ich farblich abgesetzt, dadurch wirken die Wände noch höher als die schon mit ihren drei Metern sind.
Die Flächen hier habe ich haaaaaaauchdünn mit einer fast farbfreien Rolle gestrichen.

Erstaunlich, ohne Tapeten wirken die Räume vieeeeeeel größer...


Die großen dunkleren Stellen oben habe ich extra verspachtelt, aber das wird ein anderer Post sein...
Der kleine Sprung an der Wand und der lange weiße Streifen unter der Fensterbank... ich liebe die Stellen und würde niemals auf die Idee kommen, die zu verspachteln oder wegzustreichen.
Um in der Küche solche Effekte zu bekommen, musste ich mit Tricks arbeiten, weil die Wände ursprünglich gelb waren und gelb ist bei mir... nein, nein...



Auch hier im Flur...



Als die Wände gestrichen und patiniert waren kam der Spachtel zum Einsatz und darüber erzähle ich Euch 
im späteren Post...

Erinnert Ihr Euch an das Frühlingsgewitter vom Anfang des Posts?
Das Gewitter brachte mir noch etwas Wundervolles... eine neue Möglichkeit... eine Chance... die ich gegriffen habe und jetzt klopfte das Glück an meine Türchen und lud mich ein... Ganz  ganz bald wird sich wieder vieles bei mir ändern und das begrüße ich freudig :)))

Und Euch Ihr Lieben danke ich für Eure wundervollen Besuche und Eure lieben Worte, die mich dankbar machen,
denn ich fühle mich durch Euch reeeeeeeeeeeeich beschenkt :)))

Und ich wünsche Euch eine wunderbar glücksvolle Woche


Eure Grażyna




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