Freitag, 10. März 2017

März


Gib dir und deinem Wachsen Raum





Was bisher geschah


Januar

 schien, wie eine Insel außerhalb der Zeit: Nicht mehr das alte Jahr und noch nicht wirklich das Neue. Es fühlte sich so an, als ob die Zeit stehen geblieben wäre. 
Es war magisch. 
Der Januar.
Vom alten Jahr nahm er die rauen Nächte mit und dieser Zauber wirkte bis zum letzten Tag.
Es war still und nichts regte sich.
Scheinbar.
Im Inneren des Januars, umhüllt von gewaltigen Energien, formte sich der Samen.


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Die Anfangsenergie ist immer am stärksten.

 Januar ist die Zeit des Träumens gewesen und ich
 begab mich auf die Traumpfade.
Januar, der Magier
 Die Zeit der Samenbildung. 
Innere Sammlung.
In mir war eine Vision, die noch kleiner Schönheitskorrektur bedürfte. 
Ich war bereit und schnappte mir alle Gedanken und Impulse, 
die ich plötzlich spürte, um die Vision noch zu vervollständigen.

Es arbeitete in mir. 
Als der Januar ging, war meine Vision glasklar.
Der Samen war da.
Ein kostbarer Samen, Gold wert.
Wenn ich darüber nachdenke, dass dort drinnen schon das ganze Potential enthalten ist, dann möchte ich nichts von dem Kostbaren verpuffen.





Februar

der zweite Monat brachte Bewegung mit.
Und als Imbolc Anfang Februar kam, veränderte sich alles und die samenbildente zentrierte Januarkraft musste der Bewegung und dem Licht des Februars weichen.
Der zweite Monat, der Februar strebte dem Licht entgegen.  
Wiederkehr des Lichts und die Mitte zwischen Wintersonnenwende und Frühlingstagundnachtgleiche.

Imbolc




Das Licht nahm deutlich zu.
Obwohl ich die dunkle Jahreszeit mit der Kälte, dem Schnee und dem Nebel liebe 
und die mein Element ist, dennoch begrüßte ich das aufkeimende Licht, 
denn es bedeutete „jetzt fängt es an“.
Die, langsam aber deutlich spürbar, zunehmenden lichten Minuten brachten auch Leichtigkeit mit. Mehr Leichtigkeit und mehr Beweglichkeit im Geiste, 
um die inneren Kammern mit Licht durchzufluten. 
Um, zu erspüren, wo noch graue Zonen dem Licht und der Farbe weichen müssen. 

Die innere Reinigung.





Imbolc ist die Schwelle zwischen der Traumzeit des Januars und der Sichtbarkeit des Wachstums im März.
Und an der Schwelle gilt noch einmal zu schauen, 
ob noch etwas da ist, was dem Wachstum im Wege steht.
Noch einmal zurück zu schauen. Jetzt ist der Zeitpunkt günstig dafür.
Und ich fand Erstaunliches in mir und augenscheinlich verstand ich so viel, 
was zu einen anderen Zeitpunkt Ewigkeiten dauern wurde.



Quelle: Pinterest



Zum Fasten oder dazu, Reinigungsrituale durchzuführen, sind wir heute 
nicht Not gedrungen,
 wie einst unsere Vorfahren es waren.
Aber gerade diese Zeit eignet sich besser als sonst, 
um mehr Licht in Bewusstsein zu bringen. 

Es fällt leichter, den Kopf zu entlasten und die dunklen Kammern der Seele zu erhellen.

Und dann heißt Imbolc auch, im Vertrauen, dass das, was wichtig ist, 
der Mutter Natur, Mutter Erde oder im übertragenen Sinne der Mutter Schöpfung, 
zu überlassen.
Darauf zu vertrauen, dass die Samen im Bauch der Mutter geborgen und geschützt sind.
Symbolisch gesehen.

Vertrauen bedeutet, nicht nach hinten zu schauen, nicht zu zweifeln, 
auch, wenn sich scheinbar noch lange nichts tut und nicht alle zwei Tage die  Erde wieder wegzumachen, um zu gucken, ob es wächst.
Vertrauen bedeutet, mit der Energie zusammen zu arbeiten.




März
Gib dir und deinem Wachsen Raum


März ist der dritte Monat des Jahres.
Erst die „drei“ macht es möglich durch der Verbindung der dreier Punkte einen Raum zu kennzeichnen, einen Dreieck.

Schon in den alten Kulturen symbolisierte das Schoßdreieck 
als Vulvendarrstellung den Mutterschoß.
Das weibliche Genitale, das Fruchtbarkeitssymbol diente auch als Schutz in Form von Amuletten in Dreiecksgeometrie.


Die Zahl drei ist durch und durch weiblich und im Tarot trägt 
die Karte der Herrscherin die Zahl 3.

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Im Einklang mit der Natur und mit den Kräften des Universums lebt und regiert sie.
So, wie im Schoß der Mutter Erde alle Samen  gut eingebettet sind, 
so ist die Herrscherin, die Königin diejenige,
die Sorge dafür trägt, dass das Leben in Sicherheit weiter geht und gedeiht.

Sie, als Urmutter allen Seins, steht für den Ursprung des Lebens und
repräsentiert die Fruchtbarkeit.


Quelle: Pinterest


Gib dir und deinem Wachsen Raum.
Gib allem Wachstum Raum.
Lass Reife und Ernte zu.
Bring Lebendiges auf die Welt und lass es erblühen.
Sei dir selbst die beste Mutter, im Wachsen, im Heranreifen und im Trost“.
Quelle: Netz



Die Königin schöpft aus dem Vollen.
Sie gibt allem Raum, ohne Einschränkung.


März ist einer der zwei Monate im Jahr, in dem ein besonderer Spektakel am Himmel stattfindet:
Tagundnachtgleiche







Am 20 März ist Frühlings- Tagundnachtgleiche.
Das Licht hat seit der Wintersonnenwende die Dunkelheit überholt.
Es ist der beste Zeitpunkt, um Altes abzuschließen und Neues zu beginnen.



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Die dunkle Jahreszeit ist zu Ende.
Die Zeit der urtypisch weiblichen Energie ist zu Ende.
Die Zeit der inneren Arbeit.
Die Nacht ist weiblich.
Mondkräfte sind unzertrennlich mit der weiblichen Energie verbunden.

 In den kommenden sechs Monaten herrscht die helle Jahreszeit.
Licht und Helligkeit sind urtypisch männlich.
Der Tag ist männlich.
Die Sonnenkräfte sind der männlichen Energien zugeordnet.

Die Nacht und die Dunkelheit entsprechen dem Unbewussten.
Der Tag und das Licht sind dem Bewussten zugeordnet.

Es beginnt die Zeit des Neubeginns, der Wiedergeburt des Lebens.
Die Zeit, in der das Leben wieder nach außen gelebt und sichtbar wird.




Und die ersten Krokusse und die ersten Frühblütler, die wie ein Wunder aus der Erde kommen, die möchten uns sagen:
Schaut, es wächst, auch wenn sich scheinbar noch lange  nichts tut, 
es tut sich doch!





 Eure Grażyna







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Kommentare:

  1. Liebe Grazyna,
    vielen Dank für diesen wirklich wunderbaren Post! Mir gefällt besonders der Satz:
    "Vertrauen bedeutet, mit der Energie zusammen zu arbeiten."
    Vielleicht ist die Energie im Februar das weibliche Wissen, das unsichtbar ist,
    in jeder wunderbaren Frau ist, in uns selbst ist...
    Und am Ende habe ich mich gefragt:
    Wie wäre es, wenn das Mütterliche
    die Erde nachhaltig regieren würde?
    Alles Liebe
    Dein Engelchen

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    1. Engelchen, du Liebe, ja das ist die Februar Energie, das weibliche unsichtbare Wissen, die Hohepriesterin. Während ich gerade nachgedacht habe, was ich dir dazu schreibe… kam ein Impuls, oiiiii. Und wenn ich das alles, was mir im Kopf schwebt, nur annähernd in Worte packen kann (Worte, was für eine Herausforderung höm…) und die Bilder finde, die ich dazu brauche, dann habe ich den nächsten Post. Auch, wenn jetzt kein Februar mehr ist, egal. So habe ich sie bis jetzt nicht gesehen, bin selbst überrascht. Freue mich schon darauf, was da noch kommt.
      Du Liebe, freue mich sehr über deine Besuche hier :)))
      Hab wunderfeine Zeit, deine Grażyna

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  2. Liebste Grazy,
    der Januar ist mir in Deiner Zusammenfassung so wunderbar. Die "Samenenstehung", durch Visualisierung entstanden. Genauso habe ich es auch empfunden.
    Der Februar war mir so faszinierend, da durch das Bodenleben unten immer Plusgrade herrschen, auch wenn es oben "frostet" - und so war er mir ein Bild der wild tobenden Naturmächte oben und ebenso wildes Eisen und Tauen, wie es unten ruhig und wurzelig voranging. Der Kontrast ist unglaublich im Februar. Und natürlich, sich um die Wurzelfresser, diese schädlichen Bewertungen zu kümmern.
    Was für ein Monat. Die Trennung in geistige-sellische und stoffliche Energie kann ich besser nachvollziehen als männlich/weiblich. Das ist mir alles verwoben, ein Teil überwiegt - und nun kippt es ins Körperliche, Stoffliche, am 20. ist es so weit. Der März, der Sieger des Lichts hin zum wieder zunehmend Weltlichen. Dazu die Farben (erinnerste Dich an Deine Türstöcke? Nun hättest Du das perfekte Licht dazu, Februarlicht täuscht noch, es ist zu transparent... Der Februar bring das Tauen... Wasserlicht...)
    Ein wunderschöner Post, so wundervoll auch mit der Tages- und Nachtgleiche der Federboas, denn nun geht es zunehmend ans gefiederte Völkchen, im April geht der Nestbau in Hochsaison :))
    Ganz zauberhaft, Deine Verbindungen zur Natur, die Du immer wieder webst.
    Hab es wonnig und freudig, meine Liebe, bis denne, wir freuen uns schon, Deine Freundin Méa

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    1. Oh, und dem Engelchen kann ich wahrlich beipflichten, wenn mir das hier gestattet ist:
      Wie wäre es, wenn das Mütterliche
      die Erde nachhaltig regieren würde?
      Oh ja, dann wären wir aus der Misere ´raus... Wir sehen ja, wohin das andere geführt hat.
      Und das wird dann auch noch Fortschritt genannt. Seufz.

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  3. Liebe Grazyna,

    welch wunderbaren Fotos - das von den Granatäpfeln finde ich granatenhaft geheimnisvoll, fast kardinalshaft dekadent, blutkraftvoll. Unglaublich.

    Klare Worte hast Du gefunden für die Monate, ich finde mich sehr darin und frage mich gerade, wie Du das inmitten der Großstadt machst, so in Verbindung zu bleiben. Da habe ich wirklich Respekt davor. Für mich heißt das, Du bist mit Deiner inneren Natur sehr vertraut.
    Und erst das Mondbild - so was von mystisch schön. Wow. Der Tanz des Lebens dreht sich immer um die polaren Kräfte und sie im Gleichgewicht zu halten, ist wahre Lebenskunst und bedarf eines hohen Masses an Gewahrsein.

    Ich drück Dich und schick Dir allerliebste Märzensgrüsse
    Veronika

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  4. Liebe Grazyna, ja, heute war wieder genau so ein Tag, typisch für den März, der einem beschwingt durch's Leben gehen lässt. Auch wenn das Wachsen und Blühen noch nicht so offensichtlich ist, nur zaghaft noch, so wehte doch schon eine grosse Ahnung dessen durch die Luft, was noch kommt. Ich liebe den März sehr, denn er ist noch ein wenig Winter, schon viel Frühling, und voller Energie. Mit jedem Tag mehr kommt diese Kraft an den Tag, zu der nur die Natur fähig ist. Schrittchen für Schrittchen bahnt sie sich den Weg, unerschütterlich und unaufhaltbar!
    Heute sassen wir an der Sonne auf dem Balkon, ich schrieb es schon bei Méa, ich nur in einem leichten Kleidchen und barfuss. Wir tranken unseren Tee, assen herrlichen Orangenkuchen und beobachteten das Treiben ringsum. Die Mäusebussarde zogen in der Luft grosse Kreise, die Spatzen zeterten um die Wette. Und im Quittenbaum sassen die Elstern, zerrten und zogen an kleinen Ästchen, brachen sie ab und flogen weg damit. Sie bauen daraus ihre grossen Nester im riesigen alten Nussbaum.
    Überall ist Neubeginn auszumachen. Und wer tief in sich hineinhört wird feststellen, dass auch er bereit ist. Egal, was man plant, in Angriff nehmen möchte: Jetzt wachsen die Kräfte dazu. Aber immer schön langsam, ja? So wie die Natur. Ein Schritt nach dem andern.
    Hab einen schönen Abend, herzliche Grüsse!

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  5. Liebe Grazyna,
    vielen Dank für diesen wunderbaren Post.Er hat mir sehr viel gegeben.Es ist schön bei anderen lesen zu können,was man selbst auch empfindet und dann noch so schön in Worte verpackt!
    LG von Bauke aus F in H

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