Montag, 24. April 2017

Künstler Schubladenschränkchen, alchemische Substanzen und Stein der Weisen




Aber kein Schubladendenken…

Ja, ohne Schubladendenken ist manches möglich. Ich weiß, es klingt theatralisch, aber warum auch nicht? Warum soll es nicht theatralisch klingen und bühnenreif sein, wenn es so wichtig ist, wenn es tagtäglich noch so präsent ist?

Vorgefasste Meinungen… über sich selbst: Das kann ich nicht, das geht nicht, wie soll ich das machen…
Kenne ich auch… und die gehören in die Vergangenheit, jaaaa….
Ich verzichte gerne auf sie, auf diese Bremsklötze.
Was machen die mit einem? Ja, frau kommt nicht weiter, weil sie denkt, sie kann es nicht. Aber woher kommt das? Nur, weil sie das noch nie gemacht hatte? Soll das der Grund dafür sein, um es nicht zu versuchen?
Nein!
Und so kam es zur

Grażynas Versuchung
Fast zwei Jahre lang warteten die alten Schubladen, oiii… und was für Schubladen… mit Nuuuummern.
Ich musste sie haben. Ich habe die auch bekommen.




So sieh es jetzt aus und es war ein langer Weg dorthin.






Specimen…
Ich hatte Vorbilder. Inspirationen.
Guckt euch diese Schubladenschränke hier, was für ein Zauber sie umgibt. Meine Güte, diese Schubladen, die kleinen Fächer für magische Utensilien und geheime Substanzen.
Die Aura des Märchenhaften und Undefinierbaren
Ganz speziell und so einiges skurril…






thecorporatewhore.tumblr.com  



Vox Populi





Miss Clara

Miss Clara



Connies Welt aus Jeanne d Arc Living 2/2013











 Ach… die alten Apothekerschränke mit der geheimen Medizin.
Und auch hier führt der Weg zu Paracelsius:
„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“
Unglaublich!
Fünf Hundert Jahre alte Worte und immer noch in unserer heutigen Welt, in der wir leben, aktuell, wie sonst was.
In allen Bereichen.

Ein magischer Schubladenschrank war so meins!
Träume sollen erfüllt werden.
Aber wieeee ?



Zuerst (am Anfang, vor fast zwei Jahren) wurden sie gründlich gebadet und nach dem Trocknen kamen sie noch für eine halbe Stunde in den Backofen.







Danach wurden sie gegrimmelt und gepudert.
Farbe hatten sie schon.


 Und nun?
Wie kommen die Schubladen zum Schubladenschrank???
Frage mit Fragezeichen ohne Ende.
Hmm… ich kann das nicht, ich weiß es nicht, wie das geht.
… habe noch nie sowas gebaut
… noch nie ein Möbelstück gebaut…
Bin doch kein Tischler…. hmm
Wie soll es gehen?
So sind fast zwei Jahre vergangen. Lange Zeit.
Ich merkte, dieser Zustand der wartenden Schubladen ging mir langsam auf die Nerven… diese Schieberei hin und hier… dieses Provisorium… nix Ganzes und nix Halbes

Und inzwischen habe ich schon getischlert, zumindest in Ansätzen und habe zwei Fensterbänke gebaut. Darüber habe ich schon hier geschrieben



Und ich habe festgestellt: Es reizt mich!
Hmm!
Ich kenne diese Stimme in mir. Diese sich schon langsam anbahnende Freude und Neugier.
Die Freude daran, etwas völlig Neues auszuprobieren, zu wagen.
Ohhh, die Versuchung wurde immer größer und Anfang April stand fest: Ich mache es.
Es passte zeitlich wunderbar, den ich hatte auch eine Woche Urlaub.
Ich habe mir meine Strategie ausgedacht und das Gute daran war, dass ich die Bretter nicht mal kaufen musste. Die hatte ich schon längst Zuhause, weil sie für ein anderes Projekt, der nicht zustande gekommen war, gedacht waren.

Es stand nichts mehr im Wege.







Der Kasten stand in Groben da und ich dachte… nie wieder, Tischlern ist wirklich nicht meins.









 Nun, es ging weiter und es ging um die Feinheiten um den letzten Schilf und auch darum das neue Holz alt aussehen zu lassen.







Es sollte doch ein aaaaalter voller Magie Schubladenschränkchen werden…











Und ich hatte noch auf den letzten Antikmarkt ein Manuskript aus dem Jahre ….1760 (!) natürlich in Französisch geschenkt bekommen.

Danke Christian :)

Passte perfekt in meinen Plan.

















Mit grimmeln, patinieren und pudern ging es fröhlich und abenteuerlustig weiter.









Und… feeeeertig war er!













Finish
oder
 die Krone setzen





Der Stein der Weisen, dürfte dort oben nicht fehlen.
Erinnert ihr euch an die Stuckrosette?
Ein Fragment aus dieser Stuckrosette,  hier schrieb ich drüber, transformierte zu dem Stein der Weisen und er thront dort und ist nicht mehr von da auszudenken.








Die Sterne haben dort ihren festen Platz bekommen… im Jahr des Sterns, auch allen Widrigkeiten zum Trotz!





Nach drei Tagen dachte ich, nie wieder und als er fertig war, merkte ich… ich bin auf dem Geschmack gekommen, hihi












Da war der Anfang und es wird weiter gehen, ich habe viel gelernt und einiges dazu gelernt.









Niemals hätte ich vor zwei Jahren gedacht… den Schrank baue ich mir selbst.









Es gibt immer ein erstes Mal…









Und vor allem, die Freude und Kraft, die daraus wächst…
ach, ist das schön!













Denn die Freude beflügelt und lässt uns über unsere Grenzen hinauswachsen :))


Alles Liebe :))

Eure Grażyna




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