Sonntag, 12. August 2018

Der Teufel und das tiefste Geheimnis




Ja,
Ihr seht richtig,
der Blog heiß nicht mehr Vintage Muse der Fülle.
Der neue Header kündigt es schon an, einiges wird sich verändern, nachdem ich demnächst
 zu WordPress umgezogen sein werde.

Wer mit Tarot arbeitet, der wird mit Haar und Haaren geprüft und
glaubt mir, das ist nicht lustig.
Wer mit Tarot arbeitet, der muss in die eigenen Untiefen und Abgründe schauen, 
dem Teufel ins Gesicht blicken, um am Ende zu sagen: 
Ich habe mein Spiegelbild gesehen.

Ich bin durch einen Klärungsprozess gegangen und jetzt weiß ich mehr denn je: 
Wer sich einmal dem Tarot verschrieben hat, den lässt es nicht mehr los. 
Tarot zwingt einen, auf die Knie zu gehen und prüft, wie ernst Seine Absichten sind.

Tarot verlangt nach einem gelebten Wissen und man ist nicht frei von Prüfungen. 
Mehr denn je ist mir bewusst, diese Arbeit ist eine Ehre und eine ständige Begegnung mit eigenen Schatten.

Den Teufel, den ich kennenlernen durfte, habe ich ganz lieb gewonnen. 
Er prüft Deine Beständigkeit und Deine Ehrlichkeit Dir selbst gegenüber und zeigt auf, wenn Du von Deinem Weg abgekommen und auf Irrwege gelangt bist.
Er prüft, wie groß Dein Widerstand ist und hat nichts anderes vor, als Dir das Gold des Schattens aufzuzeigen.
Das Heikle daran ist, er arbeitet nicht direkt und er spielt mit uns.
Er verlangt, dass wir selbst sein Spiel durchschauen und den Widerstand aufgeben.

Wir können den Teufel „erlösen“, wenn wir anfangen umzudenken und tief zu unseren Wurzeln zurückgehen. 
Wenn wir uns auf eine Reise zu den verschütteten Anteilen unser selbst begeben und verstehen werden, 
dass beides, die lichtvollen Seiten, die als positiv gedeutet werden… und hier fängt das Dilemma schon an, wir fangen an zu werten. 

Solange wir uns selbst und andere bewerten, erzeugen wir den Schatten. 
Vielleicht hier, bei der Bewertung, soll unsere Reise anfangen. 
Wir müssen das nicht nur verstandesmäßig begreifen, nicht nur darüber sprechen und schreiben, 
nein, wir müssen es wirklich leben. 

Die schönste Theorie nutzt nicht, solange die nicht in die Erde des Lebens eingepflanzt und gelebt wird.




15. Der Teufel und das tiefste Geheimnis

Der Teufel, Tarot


Wer ist er, der Dich verführt?
Wer ist er, der vom Ruhm erzählt und in die grellen Räume blicken lässt?
Wer ist er, der die schönsten Formen malt und selbst keine Form besitzt?
Der Meister der Schmeichelei und der Täuschung, der Herr der Begierde.
Verführerisch ist sein Reich und blendend sind seine Reime.
Anschmiegsames Haupt hält Dich fest im Griff, und während er nach
der nächsten Beute Ausschau hält, blickst Du ihm tief in die Augen
und doch, Du erkennst ihn nicht!

So viel Glanz, so viel Trubel - nichts als Schein und Maskenball!
Du tanzt mit ihm, Du berührst seinen Arm und doch, Du spürst es nicht,
dass er eine leere Hülle ist!
Du schaust ihn an und doch, Du erkennst ihn nicht!
Du hörst sein Lied, obwohl er längst woanders ist!

Er beherrscht Deine Gedanken, und Du denkst Dir nichts dabei.
Er dreht seine Runden um Dich, und Du drehst Dich im Kreise.
Er schmeichelt Dir nicht mehr, und Du kämpfst um seine Gunst.
Er hat Dich längst vergessen, und Du wirst ihm nie vergessen.
Er kennt Dich nicht mehr, und Du erkennst Dich nicht wieder.

Verteufle nicht den Herrn der Finsternis - nimm sein Geschenk dankbar an
und begebe Dich auf eine Reise tief in die Abgründe Deiner Seele,
zu den dunkelsten Räumen und abgelegensten Winkeln.
Erforsche Deine Untiefen und entdecke das Licht auf der anderen
Seite des Schattens!

Verteufle nicht die schrillen Farben - entdecke die wilde und ungezähmte
Schönheit Deiner eigenen bunten Welt, fließe mit den Tönen, hülle Dich
in sie ein und werde Dir der Bedeutung dessen, was Du verteufelst, bewusst!

Er ist nur das, was Du Dich nicht zu sein traust.
Er ist nur das, wovor Du Dich fürchtest.
Er ist nur das, was Du verbirgst.
Er ist nur das, was Dir fehlt, um ein ganzer Mensch zu sein.
Er ist nur das, was Dich nicht in Ruhe lässt, was Dir den Schlaf raubt.
Er ist nur das, was Du ablehnst.
Er ist nur das, worüber Du niemals sprichst.
Er ist die Finsternis, das Übel, das Unanständige, das Abscheuliche.
Er ist die Lust, die Sexualität.
Er ist ein Tabu.

Wenn er all das ist, was Du nicht bist,
dann bist Du der Tag ohne Nacht,
das Licht ohne Dunkelheit,
das Lachen ohne Weinen,
die Gerechtigkeit ohne Unrecht,
das Opfer ohne Schuld,
die Perfektion ohne Fehler,
die Freiheit ohne Abhängigkeit,
die Ehrlichkeit ohne Lügen,
die Mäßigkeit ohne Maßlosigkeit.
Wenn Du all das bist, dann bist Du nur ein halber Mensch,
ohne Deinen Schatten, ohne Deine unliebsamen Züge.

Sag ja zu der dunklen Nacht Deiner Seele, sag ja und werde ganz.
Nimm das Geschenk des Teufels an.
Wer sonst würde Dich zu Deinen Abgründen führen,
damit Du Dir selbst dort begegnest, um mehr zu sein, um ganz zu sein!
Wer sonst würde Dich nie verlassen!
Wer sonst würde in der dunkelsten Nacht Deiner Seele nicht von
Deiner Seite weichen!
Wer sonst würde Dir ein Spiegel sein!

Sei Dir selbst gerecht und liebe alles, was Du bist.
Liebe Dich ganz!
Sei egoistisch und setze die Grenzen,
sei aggressiv und setze Dich durch,
sei widerlich, wenn sanfte Worte nichts bewirken.
Jede Eigenschaft ist in Dir als Samenkorn vorhanden.
Nur auf die Dosis kommt es an!
Erst mit dem Licht und dem Schatten bist Du ein ganzer Mensch.
Versuche niemals etwas abzutrennen!
Was Du im Inneren ausblendest, dem begegnest Du im Außen
und das nennst Du - den Teufel.

Grażyna Jansen




Ich wünsche Euch alles Liebe, Eure Grażyna



Quelle:http://indulgy.com/source/zsazsabellagio.blogspot.com


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Wenn ihr euch dort zuhause fühlt, folgt mir einfach. 
Ich freue mich auf Euch!


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