Sonntag, 10. Juni 2018

Der Juni ist die Liebe



Flüchtig sind die Spuren im Sand …


Es tut so gut, die feinsten Körnchen unter den Füßen zu spüren.
 Glühende Hitze wird langsam unerträglich und dennoch setzte ich einen Schritt 
nach dem anderen und gehe weiter. 
Warum höre ich bloß nicht auf und warum  renne ich nicht zum Wasser? 
Ich weiß es nicht. 
Da ist etwas, was stärker ist, als ich, da ist etwas, was mich 
die brennenden Füße vergessen lässt.







Etwas in mir weiß, dass ich es durchhalten muss.
Dass der Schmerz… dass er nur eine Erinnerung ist, eine Erinnerung an die Zeit vor einer halben Ewigkeit.
Etwas in mir weiß… wenn ich es zulasse, wenn ich mich darauf einlasse… voll und ganz, 
wird sich die Dunkelheit auflösen.
Wenn ich nicht mitten in der glühenden Hitze stecken bleibe, 
wenn ich mich entschieden habe durch den Schmerz der Erinnerung hindurch, 
werde ich den Schatten begegnen und ich werde staunen und ich werde die wärmende Hand des Schattens um mich spüren. 
Ich werde der Kraft begegnen, von der ich Angst hatte. 
Der Kraft, die schon immer in mir war.






Fortan spült das Wasser die Spuren im Sand  weg… so flüchtig und dennoch so mächtig 
sind die, die Spuren des Lebens…






Freude, Leid und Glück miteinander verwebt und miteinander verbunden.






Und  es werden Wellen kommen, kleine und große, die willkommenen und die befürchteten.











Was bleibt, ist der Sand unter meinen Füßen, der mir über das kleine Glück des großen Glücks erzählt und der mich zu mir selbst zurückholt und der mir über die Liebe und über die Stolpersteine flüstert…
















Der Monat Juni ist der sechste Monat.
Im Tarot tragen die Liebenden die Zahl sechs.

Was ist die sechste Tarotkarte für mich?


Es ist der Garten der Liebenden.

6.



Und der Schmerz wird kommen, früher oder später.
Wenn die Liebe den Schmerz bringt, dann ist es keine Liebe - „sagst du?“

Die Liebe bringt weniger den Schmerz, als sie die alten und uralten Schmerzen sichtbar macht, weil wir uns in den Menschen, den wir lieben und der uns so nah steht, spiegeln.

In Sachen Liebe bin ich wirklich nicht die Expertin, aber ein Satz, den ich neulich hörte, fällt mir wieder ein:
„Experte ist jemand, der auf dem Gebiet alle möglichen Fehler begangen hat“.
Wenn es so ist, dann bin ich wirklich eine Expertin, denn es gab wahrscheinlich keinen Fehler, den ich nicht begonnen habe.



Vor ca. zwölf Jahren sind meine Tarot Bilder entstanden.
Es sollte ein gemeinsames Projekt mit einer lieben Freundin werden und dann haben wir uns aus dem Augen verloren. Jetzt mache ich hier weiter, ganz anders, als ursprünglich gedacht. Nicht mal im Traum hätte ich damals vermutet, dass ich die Texte zu meinen Tarot Bildern selbst verfassen werde.
Danke Regina für die gemeinsame Zeit!


Habe ich die Botschaft der fünften Tarotkarte SELBSTBEWUSSTSEIN
verinnerlicht, ich weiß, wer ich bin  und ich habe den Mut, die zu sein, die ich bin und mich in meiner Blüte und in meiner Schönheit zu zeigen, dann kann ich  den
GARTEN der LIEBENDEN
betreten.






Liebe ist ein Garten, in den ich viel investieren muss.
Will ich das wirklich?

Bin ich bereit durch die vier Jahreszeiten der Liebe zu gehen?

Dem Wunder zu begegnen und die  Schmetterlinge im Bauch zu fühlen?

Das Verschwinden der rosaroten Brille zu ertragen, sich selbst umarmen und lieb zu haben?

 „Wie könnte ich mich so täuschen?“ ad acta legen und den Partner mit wohlwollenden Augen anzuschauen?

Zu wissen, dass die Blumen im Garten der Liebe ohne Selbstliebe und Zuwendung eingehen werden.

Sich so zu zeigen, wie ich wirklich bin?

Den Partner lieben, so wie er ist und vielleicht gerade deshalb?

Bin ich bereit alle Hüllen fallen lassen und sich nicht hinter der Maske zu verstecken?

Zu verstehen, dass ich mich dann vor allem vor mir selbst verstecke?

Eigene Schwächen und die des Partners zu umarmen?

Den Partner die Freiheit geben, die er braucht?

Habe ich eigene Räume und „eigenes Leben“?




Niemand geringerer, als Khalil Gibran schrieb seine unsterblichen Versen:



Von der Liebe

Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.

Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin,
Auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.

Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie,
auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettertn kann
wie der Nordwind den Garten verwüstetet.

Denn so, wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich.
So wie sie dich wachsen lässt, beschneidet sie dich.
So wie sie emporsteigt zu deinen Höhen
und die zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne zittern,
steigt sie hinab zu deinen Wurzeln
und erschüttert sie in Ihrer Erdgebundenheit.

Wie Korngarben sammelt sie dich um sich.
Sie drischt dich, um dich nackt zu machen.
Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.
Sie mahlt dich, bis du weiß bist.
Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist;
Und dann weiht sie dich ihrem heiligem Feuer,
damit du heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl.

All dies wird die Liebe mit dir machen,
damit du die Geheimnisse deines Herzens kennenlernst
und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.

Aber wenn du in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst,
dann ist es besser für dich, deine Nacktheit zu bedecken
und vom Dreschboden der Liebe zu gehen.
In die Welt ohne Jahreszeiten,
wo du lachen wirst, aber nicht dein ganzes Lachen,
und weinen, aber nicht all deine Tränen.
Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.

Liebe besitzt nicht, noch läßt sie sich besitzen;

Denn die Liebe genügt der Liebe.


Und glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken,
denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen Lauf.

Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen.

Aber wenn du liebst und Wünsche haben mußt, sollst du dir dies wünschen:
Zu schmelzen und wie ein plätschernder Bach zu sein,
der seine Melodie der Nacht singt.

Den Schmerz allzu vieler Zärtlichkeit zu kennen.
Vom eigenen Verstehen der Liebe verwundet zu sein;
Und willig und freudig zu bluten.

Bei der Morgenröte
mit beflügeltem Herzen zu erwachen
und für einen weiteren Tag des Liebens danke zusagen;

Zur Mittagszeit zu ruhen
und über die Verzückung der Liebe nachzusinnen;

Am Abend mit Dankbarkeit heimzukehren;
Und dann einzuschlafen
mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen
und einem Lobgesang auf den Lippen.

Khalil Gibran









Wie habe ich mich über diese zauberhafte Post von der liebsten Claudia gefreut.
„Bloggern macht Freu(n)de“
Danke für dieses Geschenk und für deine wundervollen Zeilen, liebe Claudia!
Mir geht es ähnlich. Dass Bloggern Freunde macht, habe ich schon vor längerer Zeit gesehen. Aber wie wichtig es für mich ist, erkannte ich erst vor Kurzem.
Jetzt ist es wichtiger denn je und macht Freude, ja!










Schaut hier, wie liebevoll die Karte gestaltet und gemacht ist…





 und diese Stempel hier… so zauberhaft!

Danke Claudia!









Alles Liebe und einen zauberhaften und magischen Juni!


Eure Grażyna





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Kommentare:

  1. bin ein bisschen sprachlos ob des herrlichen posts......
    deine hymne an die liebe steht der von gibran in nichts nach!!
    und dieses bild (kachel?) ist hinreissend!!! <3 vor allem die freundliche schlange :-D
    danke dass du bloggst!!
    xxxxx

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    1. Das freut mich sehr, liebe Beate! Nicht, dass du sprachlos bist, nein:)
      Hoffe sehr, dass ich das, was ich geschrieben habe, tatsächlich auch leben kann, sonst wäre es nur ein Wissen und ich würde mich nicht weiter entwickeln. Und das möchte ist nicht, schließlich kündigt die Schlange die Transformation und so soll es sein!
      Danke, dass du bei mir kommentierst:)
      Alles Liebe und herrliche Sommertage, Grażyna

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  2. Liebe Grazyna, so schön, Deine Worte über Liebe und und die vielen Fragezeichen hinter Deinen Worten. Diese verbinden uns alle und machen die drängenden Fragen zu erlebbaren Antworten. Khalil Gibran ist ganz wunderbar. Ich lese ihn gern. Hab einen wunderbaren Juni. Liebe Grüße, Pia

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    1. Wie Recht du hast, liebe Pia, dass die Fragezeichen uns alle verbinden, das stimmt! Denn wir alle wollen geliebt und geschätzt werden und wir wollen den anderen auch lieben und schätzen.
      Es ist so wenig und doch so viel. Dass du Khalil Gibran gerne liest, ist mir eine Freude, es zu erfahren.
      Hab vielen lieben Dank für deinen Besuch und für deine lieben Worte:)
      Allerliebste Grüße, Grażyna

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  3. Ich kannte die Zeilen von Khalil Gibran sogar - aber ich mag Deine lieber, weil sie so echt und ehrlich sind... bei Gibrans Sätzen denk ich die ganze Zeit: ja, stimmt ja schon, aber jetzt is auch wieder gut :-D...
    Dein Post ist wie immer wie ein Eintauchen in eine wundersame "Welt der Gänsehaut" (hab schon wieder welche! Glaub mir, das passiert mir sonst nicht so oft...)
    „Wie könnte ich mich so täuschen?“ ad acta legen und den Partner mit wohlwollenden Augen anzuschauen? - Klasse! Man könnte "den Partner" auch austauschen mit "die Welt" - "mich selbst"... ach, einfach wunderbar! Danke für diese Zeilen. "Dem Partner die Freiheit geben, die er braucht" finde ich auch toll. Und so wichtig. Wir verwechseln ja leider Liebe immer noch mit Exklusivität und Egoismus, so a la: er/sie muss immer für mich da sein... was für ein Quatsch.
    Deine Tarot-Karte finde ich so schön! Hast Du noch mehr davon gemalt? Die musst Du echt zeigen!
    Danke für diesen wunderbaren Post... ganz liebe Grüße, Maren

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    1. Ohh, danke dir, liebe Maren! Echt und ehrlich sind meine Worte und aus dem Leben gegriffen. Dabei hatte ich nur all die Fehler, die ich gemacht habe, vor Augen und einen festen Willen, daraus zu lernen.

      Und dass mein Post „wie ein Eintauchen in eine wundersame "Welt der Gänsehaut" ist… puhhhh, ich bin sprachlos! Und jetzt bekomme ich Gänsehaut! Ich glaube dir, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass du sowas schreiben würdest, wenn es nicht so wäre. Ich bin wirklich ein wenig sprachlos, denn das höre ich zum ersten Mal und ganz ehrlich: Das ist gut, wenn du es so empfunden hast und dein Satz ist eine kostbare Kritik für mich! Danke, dass du so authentisch bist!

      Freut mich sehr, dass du meine 6. Tarotkarte den GARTEN der LIEBENDEN schön findest. Ja, ich habe vor über zehn Jahren ein komplettes Tarot Deck gemalt, 78 Karten und die werden hier auf meinen Blog zur Sprache kommen.

      Maren, ich habe heute zum zweitem Mal bei dir kommentiert und dir geantwortet. Kann sein, dass du den zweiten Kommi übersehen hast?
      Ganz liebe Grüße, Grażyna

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  4. Liebe Grażyna,
    jetzt habe ich Deinen wunderschönen Post gelesen und muss zugeben, dass ich ziemlich sprachlos bin. Beim ersten Teil Deines Textes musste ich an den Buddhismus denken, an alles ist Eins, an das nicht Vorhandensein irgendeiner Dualität. Ich weiß nicht, ob das passt, der Gedanke war einfach da.

    Schmerz und Liebe können nahe beieinander liegen, das muss nicht so sein, aber Schmerz kann nur empfinden, wer liebt.
    Ich wünsche Dir eine wundervolle Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    Antworten
    1. Lieber Wolfgang, es passt immer alles, was sich gut anfühlt und was stimmig ist, finde ich. Es gibt kein Muster des Passens und des Empfindens und schon gar nicht des Anpassens und das ist so kostbar, weil wir alle Individuen sind, und richtig und passend ist, wenn wir bei uns bleiben und sich nicht verbiegen und anpassen wollen.

      So schön hast du deine Wahrnehmung in Worte formuliert und wenn ich einfach ohne es zuordnen zu wollen, meine Gefühle an der Elbe aufgeschrieben habe, es macht schon das mit dem Buddhismus schreibst, Sinn für mich.

      Kennst du die flüchtigem Momente, wenn du, ohne es zu wissen und scheinbar ohne Grund, plötzlich unbeschreibliches Glück empfindest und sich mit allem, was ist, verbunden füllst? Wo du von dieser Glückskraft und Lebenskraft nur so erfüllt bist, dass du es weißt, alles ist möglich?! So sind wir Eins mit Allem:)

      Ja, da bin ich ganz bei dir, dass nur der, der liebt, Schmerz empfinden kann.
      Und ich bin jetzt auch ein bisschen sprachlos, dass du sprachlos warst… ich nehme es als Kompliment. Danke!
      Danke, dass du hier warst und deinen wertvollen Kommi hinterlassen hast!
      Viele liebe Grüße und wundervolle Woche, Grażyna

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  5. Liebe Grażyna,
    diese Momente kenne ich gut, sie sind einfach da und ich weiß nicht woher sie kommen und das ist auch nicht wichtig, wichtig ist, dass sie da sind.
    Meine Sprachlosigkeit war auch als Kompliment gemeint.
    Ich wünsche Die einen schönen Abend.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  6. Liebe Grazyna, ja, Du schreibst es so treffend... Liebe kann ein Einfallstor für alle mächtigen Gefühle sein. Verzichtet man auf das eine, verzichtet man auf das andere. Nehme ich eine andere Art der Liebe, die zu meinem Katerchen zum Beispiel, ach, all die Sorgen um ihn, alles, worauf man achten und worauf man Rücksicht nehmen muss! Hätte ich das nur nicht. Und dann der eine kleine Moment, wenn er einen frech anguckt und etwas tut, so ein bisschen, von dem er weiß, er "darf es nicht", und dann fröhlich davonspurtet, um sich danach schnurrend und voller Hingabe bei einem einzukuscheln - so ein Moment dann, oft nur ein Blick, der wiegt alles auf. Eine Bezogenheit zweier Wesen, so heilig und wundervoll...
    Doch Liebe kann ein glühendes Schwert sein, das einen einmal langsam in der Mitte durchtrennt, oder eine Himmelsbarke, auf der man ein Leben kennenlernt, das sich so nie offenbart hätte. Ich weiß nicht, ob ich dem Wesen, das die Liebe einmal "erfand" und in die Welt brachte, eine scheuern sollte oder mich bedanken. Davor fortlaufen (WEIT!), um mich vor dem Trümmerhaufen zu schützen, der ich einmal mehr werden könnte, die Trümmer um mich festhaltend wie ein mottenzerfressenes Kleid - oder hin wie die Motte in neuer dummer Hoffnung. Bis heute bin ich da völlig ratlos. Und weiß bis heute nicht, wie frau sich da bremsen kann, so sehr zu lieben. Ist schon wie ein Gummiband, je weiter Du es dehnst (je stärker Du liebst), desto fester ist der Zug, und irgendwann, WUMMS, haut´s Dich davon mit Macht und klatscht Dich wohin, wo es Dich vielleicht zerschmettert. Je mehr Du liebst, desto schlimmer der Schmerz, desto schlimmer erfahrener Verrat.
    Ach, Liebe ist doch eigentlich ein Riesenmist, höhö
    Ist man nicht viel besser dran in ruhigerem Gewässer? Eigentlich JA. Doch die Natur in uns hat da ein Sehnen eingepackt, ich glaube, in Frauen so viel stärker, und DARÜBER sollte man sich echt mal an höherer Stelle beschweren ;)!!! Aber sowas von! Unverschämt, da wird man gelockt und kriegt eine auf die Birne und wumms in den Magen und sonstwo noch hin. Die Seele ist dann zusammengeschrumpelt wie so ´ne olle Rosine und heult, jaja, das kann passieren. Und über so etwas wie den Geburtsvorgang würde ich mich an "höherer" Stelle auch aufregen, also so eine saublöde sadistische Idee - ich plädiere für Eier legen!
    Ja, ich denke, mit Humor kommt man alledem doch ein wenig besser bei.
    Den Khalil, den hab ich damals zum Studium viel gelesen - ich habe ihn aber weg, nie "fühlen" können und kann es auch heute nicht. Er sagt eigentlich sehr ähnliches. Doch er erreicht mich nicht. Irgendwie ist da mein Denken wohl verquer, mein Fühlen so anders.
    Dein Tarot aber, das erreicht mich, ich bin wohl auch eher ein Mensch des Bildlichen. Und mich erreichte damals Freud und Jung, was zu diesem Thema ganz wundervoll mitschwingt.
    Kommen da noch Bilder von Dir? Dieses Thema... ganz nahe an den zentralen Lebensthemen, den Archetypen... Komm´ ich ins Schwärmen.
    Deine Bilder vom Elbstrand sind wundervoll geworden! Ich liebe das mit den schäumenden, gischtigen Wellen ganz besonders, wie großartig das Spiel des Lichts, die Bewegung darin.
    Nur bei dem ersten Bild, da wir´s mir schwummerig, da ich den Abdruck sehe, als ist das Relief anders herum. Also von unter dem Sand nach oben gedrückt - ganz außerordentlich! Vor allem, wenn man Deine Lage bedenkt. Also, das, was bei dem Abdruck sonst tief wäre, ist erhaben, und das, was erhaben wäre, ist tief. Na, DA kann frau nu wieder philosophieren, das ist ein Ding. Sowas kriegst auch nur Du hin ;))
    Grazylein, Du Tapfere, soll Dein Fuß ganz dolle heilen, und dann, dann machen wir ein Foto am Meeresstrand, machen ganz andere Schritte und futtern uns eins im Miera, gelle? Und dann gucke ich, ob der Effekt wieder passiert, das ist so ein Ding... Also sowas... ist schon verrückt...
    Hab es fein und schreibe gerne große Listen, brauchst ja nu den guten Stoff, nüchwahr? Wir bringen es dann vorbei. Ganz lieben Gruß dem tapferen Burgfräulein, Deine Méa


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    1. Ja, liebe Mèa, so ist das, wie du sagst: verzichte ich auf das eine, dann verzichte ich auf das andere! Man kann sich den Menschen nicht zu Recht schneiden. Wenn ich sage, ich will „Erfolg“, dann bedeutet es, hart zu arbeiten und sich ganz und gar dem widmen, was ich erreichen will. Andererseits muss in Kauf nehmen, dass ich auf vieles verzichten muss, weil die Zeit dafür knapp wird.
      Und genauso, man kann nicht Veränderungen anstreben und Status Quo behalten wollen.

      „Eine Bezogenheit zweier Wesen, so heilig und wundervoll...“ - ohh, was für ein schöner Satz! Er haut mich um… „Bezogenheit zweier Wesen“… „heilig“… und ich weiß jetzt, mehr denn je, mein ganzes Wissen und all das Gelesene und all diese „Theorien“ über die Liebe und über die Beziehung sind völlig nutzlos, wenn ICH es nicht TUE, wenn ICH es nicht LEBE! Natürlich, ich weiß es schon lange, aber gerade erreicht mich das irgendwie anders. Was kann das sein!

      Solange ich meinen Schatten nicht begegnet bin und ihm nicht angeschaut habe, solange wir er mich auffressen. Und ist deswegen der Schatten „böse“, weil er mich auffrisst? Nein! Gewissermaßen ist der nur ein „Werkzeug“, der unzertrennlich mit mir verbunden ist.
      Der ist da und er kann nichts dafür, wie ich auf ihm reagiere.
      Ja, so ist das. So gesehen, ist der völlig neutral und er gibt mir nur das, was ich in ihm sehe.

      Der andere ist immer mein Spiegel. Anders geht es nicht. Und der Mensch, der mir so nah ist, dem ich in die allerheiligsten Kammern meiner Seele reingelassen habe durch diese Nähe, der wird mir das spiegeln und es wird bitter weh tun!
      Wann und warum tut es mir so weh?
      „Eine Bezogenheit zweier Wesen, so heilig und wundervoll...“ – diese Bezogenheit kann im Leben heilig und wundervoll werden und sein, wenn diese zwei Wesen, jeder für sich alleine, auch heilig und wundervoll werden.

      Wenn die schon dem Schatten begegnet sind und keine Angst vor ihm haben. Vielleicht lachen die sogar den Schatten an! Und danke sagen für diese Schatzkammer! Und wenn es so ist, dann haben sie nichts zu verbergen und, wenn durch diese intime Bezogenheit, ganz tiefe Schichten der Seele und des Schattens sich auftun werden, dann werden sie sich selbst so begegnen, wie sie das nie für möglich gehalten haben.

      Dann ist aber so, dass diese Wesen jeder alleine für sich, sich selbst heilig und wundervoll ist!

      Ja, solange ich (und glaube mir, ich habe Erfahrung darin, obwohl ich immer das Gegenteil davon dachte) mich selbst nicht begegnet bin und mich selbst nicht mit dem Schatten umarmt habe und solange ich mich selbst nicht lieb habe… solange wird diese heilige Bezogenheit nicht stattfinden können.

      Wenn ich meinen Schatten wohlwollend erblickt habe, wenn ich angefangen habe mich selbst zu lieben, wenn ich mir selbst heilig bin… dann brauche ich kein Wesen, der „mich rettet“ und mir „die Liebe gibt“, und dann ist diese Bezogenheit zweier Wesen heilig und wundervoll!

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    2. Ob die ruhigen Gewässer besser sind? Das weiß ich nicht. Die Antworten fehlen mir auch, aber eins weiß mich mittlerweile ganz sicher: Es lohnt sich für sich selbst, dem Schatten zuzuwenden!
      Für sich selbst, für niemand anderen. Ich erlebe es jetzt und mir wird bewusst, dass ich mich so viele Jahre an der Oberfläche des Lebens bewegt habe, auch, wenn ich all die Jahre mich für eine tiefgründige Person gehalten habe. Jetzt kann ich nur drüber lachen…


      Ich höre des Öfteren, dass Khalil Gibrans Versen Menschen nicht erreichen, hmm, ich muss sagen, mich erreichen die sofort. Ich lese die und ich fühle die und fühle innerlich die Bilder, hinter den Sätzen.

      Dass meine Tarot Bilder dich ansprechen, freut mich umso mehr und ja, ich glaube, die wollen jetzt nach fünfzehn Jahren der Dunkelheit ins Licht kommen.


      Und ich liebe auch die Schäumende Wellen und ihre Bewegung, Wasser und Sand, diese unendliche Kraft!
      Mein Fußabdruck ist anders? Mir ist das nicht aufgefallen, hihi.
      Naja, wie soll ich es erklären… ich bin einfach spiegelverkehrt! Hihi…
      Gottseidank ist die erste Woche rum, der Fuß heilt und braucht Zeit und wenn es soweit ist, Ende Juli fahren wir zu den schäumenden Meereswellen und der der wunderbaren Miera!
      Danke für diesen wunderbaren und kostbaren Kommi!
      Hab es fein und sonnig, heute ist doch viel schöner als gestern, genieße es! Deine Grażyna

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    3. Ehrlich gesagt, erlebte ich den Schatten immer als eine Art Schutz und ehrlichen Freund. Zum Ankuscheln. Ich finde, die Bewertungen, die mit dem Schatten oft verbunden sind, sind ja die sozial (in der jeweiligen Gesellschaft) unerwünschten Seiten. Es ist aber unser evolutorisches Erbe, ein Schatz, ein RIESENKRAFTRESERVOIR, Bezogenheit kann es nur geben, versteht man sich, und es ist ganz normal, "Unerwünschtes" in sich zu haben. Weiß man darum, kann man es produktiv anstatt destruktiv (für sich und/oder andere) nutzen. Ich habe daher Psychologie studiert, darum geht es ja, zu begreifen, auch tief im Inneren, weil mich das SO faszinierte. Faszinierte wie ein anderes Land. All das, was in uns steckt (in JEDEM) auszuleben jedoch, da muss Fürsorglichkeit und Empathie helfen, triebige Egomanen soll es eben nicht kreieren.
      Ach, so ein weites, wunderbares Feld - aber es ist schon so, Illusionen sind NIX im Vergleich zu ehrlichem Sein.
      Lass Dich drücken, Deine Méa, die nu lostippelt, nüchwahr?

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  7. Liebe Grażyna,
    wunderbar, was Deine Freundin und Du vor 12 Jahren erschafft habt und ich finde auch den Spruch, der Dir zum Thema Liebe eingefallen ist, sehr passen. Ja, ich denke, dann ist man wirklich ein Experte, das merke ich mir ...
    Wie gut, dass Du immer weiter gehst, obwohl der Sand sich so heiß anfühlt unter Deinen Füßen, ich weiß sicher, Du bist auf dem richtigen Weg!
    xx Rena
    www.dressedwithsoul.com

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