Freitag, 15. Juni 2018

Die Kraft, die aus dem Schatten kam




Immer noch bin ich ziemlich  verblüfft, über das, was geschah und ich stehe da, 
wie ein Kind vor dem Weihnachtsbaum und das, was in mir vorgeht, nicht so ganz fassen kann.

Es ist, wie ein Wunder!

Es ist nichts Spektakuläres, nichts, was in dir die Idee aufkommen lässt:
„Oh ja! Das möchte ich auch!“
Es ist auch nicht jene Art von Wunder, von dem wir noch lange schwärmen 
und in Versuchung geraten noch mehr davon haben zu wollen…
Nein.
Es ist nichts dergleichen.




So viel vergeudete Zeit, so viel festgehaltene Kraft,
so lange habe ich mich mehr oder weniger bewusst zurückgehalten. 
Zurückgehalten?
Das schlimmste ist… von mir selbst.
 Die zu sein, die man wirklich ist, scheint das Schwierigste zu sein.
 All die falschen Gewänder und all die Masken fallen zu lassen.

Was habe ich nicht unternommen, um endlich dorthin zu kommen, 
wie oft dachte ich, ich bin ganz nah dran…
Dabei hatte ich das Gefühl, ich kenne mich gut und ich weiß, warum in meinem Leben die Dinge 
so und nicht anders geschehen, warum bestimmte Lebensbereiche und bestimmte Themen mich 
magisch anziehen und nährende Kraft zukommen lassen.


das Spiel vom Licht und Schatten



Licht und Schatten






Durch mein Interesse an der Astrologie weiß ich, dass meine Zwillingssonne
Bewegung und Kommunikation braucht, um sich lebendig zu fühlen.
 
Meine Sonne, mein zentraler Punkt, steht im achten astrologischen Haus,
dem Haus des Sternzeichen Skorpions, dem Haus, der mit dem plutonischen „Stirb und Werde“ durchgedrungen ist.
Es ist das Reich des Unbewussten und das Reich aller gesellschaftlichen Tabus und Geheimnisse.
Wenn ich „das achte Haus“ sage, meine ich den Abgrund.
Wenn ich „das achte Haus“ sage, meine ich die Grenzerfahrungen.
Wenn ich „das achte Haus“ sage, meine ich das Verborgene.
Wenn ich „das achte Haus“ sage, meine ich den Schatten.



unsere Ängste sind Drachen



Kraft, die aus dem Schatten kam



Als ich mit dem Bloggen anfing, wollte ich nie zu persönlich werden. 
Niemanden in die tiefe meiner Seele blicken lassen.
Niemals!
Schon die Vorstellung davon war unerträglich.
Dann kam der Mai und er veränderte alles.
Genau das sollte es geschehen.
Diese Klarheit wuchs in mir und ich wusste, ich habe keine andere Wahl.

Das, wovon ich mich am meisten fürchtete, das sollte ich tun.
Ich sollte zu mir finden und zu meiner Kraft, die an das Befürchtete gebunden war.


Und bis dahin ist mir das fast gelungen.
Gelungen? Zu vermeiden?
Misslungen? Zu leben?

Oh weia!
Nicht so oft im Leben war diese Klarheit in mir, die keinen Widerstand und keinen „Nein“ duldete.

Es war auch nicht zu übersehen… ein Hauch von Erleichterung machte sich sichtbar.
Ja, ich glaube, in diesem Moment wollte mein Verstand es noch nicht wahrhaben wollen, aber ich spürte es immer stärker… ein Stein ist mir vom Herzen gefallen!
In diesem Moment habe ich verstanden, dass ich mich nicht länger von mir selbst verstecken kann.
Man kann vor dem Schicksal nicht weglaufen. 
Es holt dich ein.


der Schatten


Unsere größten Ängste sind die Drachen, die unsere Größten Schätze bewahren


Ich schrieb meinen ersten Mai Post über das, was ich bis dahin vermieden habe zu schreiben, 
über mich, über meine Gefühle und über meine Unzulänglichkeiten.
Und schon während ich das schrieb, spürte ich eine tiefe Veränderung in mir, 
die mit der Zeit noch klarer und noch fassbarer wurde.

Veränderung?
Ja, es ist schwer zu beschreiben und die passenden Worte zu finden für etwas, was unbeschreiblich ist.
Es ist nur fühlbar, ich nenne es sehenfühlen.


Unsere größten Ängste sind die Drachen,
die unsere größten Schätze bewahren
Rainer Maria Rilke


Als ob eine Tür in meinem Inneren aufgegangen wäre.   
Eine Tür zu einer verborgenen Kammer. 
Es füllt sich so an, wie eine große, endlose, hell pulsierende geballte Kraft, 
die ruhig in ihrem Rhythmus „atmet“. Diese Kraft ist leuchtend, leicht und fein.
Sie scheint ein wenig zu blinken, wie ein Schatz in einer Schatztruhe.



Unsere größten Ängste sind die Drachen, die unsere größten Schätze bewahren




Diese Kraft ist das, was der Schatten mir gab, als ich mich ihm zugewandt habe, als ich „ja“ gesagt habe, 
über Dinge zu schreiben, die jenseits der Oberfläche des Lebens liegen und dennoch im Mittelpunkt des jenes Leben liegen, auch wenn die Augen es nicht sehen wollen.

Auch dann, wenn sie verschlossen bleiben, von dem was ist, von dem was geschieht.
Auch dann, wenn die Geschehnisse einen überrumpeln und er sich nicht anders zu helfen weiß, 
als einen Schleier der Vergessenheit drüber zu ziehen, es nicht wahr haben wollen, 
nicht denken, nicht reden, vergessen.

Es nicht wahr haben wollen, weil es so schlimm ist, weil es an Kräften zerrt, 
zu verdrängen… aus den Augen, aus dem Sinn.
In die Vergessenheit verbannen.

Sobald ich es tue, rufe ich das Monster in Leben, 
das Monster, das mich niemals verlassen wird, das Monster, der mein treuer Gefährte sein wird 
für immer und ewig.

 Wo auch immer ich meinen Fuß setzte, er wir vor mir da sein. 
Seine Treue ist beneidenswert.
Kein Mensch ist den anderen so treu, wie dieser Gefährte, der Schatten.
So viel Treue ruft nach Erlösung!





Licht und Schatten


In einem Kommentar schrieb ich schon, dass solange ich meinen Schatten nicht begegnet bin 
und ihm nicht angeschaut habe, solange wird er mich auffressen.
Und ist deswegen der Schatten „böse“, weil er mich auffrisst? 
Nein! 
Gewissermaßen ist der nur ein „Werkzeug“,
der unzertrennlich mit mir verbunden ist.
Der ist da und er kann nichts dafür, wie ich auf ihm reagiere.



Verwelken






Verblühen






Sonnige Juni Zeit und alles Liebe,

eure Grażyna
Quelle:http://indulgy.com/source/zsazsabellagio.blogspot.com
 Möchtet ihr wissen, wohin das Türchen führt? Hier ist der Schlüssel. 
Ihr werdet zu meinen Gärten, wie ich die nenne, auf Pinterest gelangen, die einige der Schätze meiner inneren Kammer bewahren.

Wenn ihr euch dort zu Hause fühlt, folgt mir einfach. 
Ich freue mich auf Euch!




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Kommentare:

  1. Ohhhh, mein Lieblingssatz vom Lieblingsrilke, jaaaaaahhh :)))) Was liebe ich den! GENAU, so isses - so und nicht anders. Her mit dem Schatten - und yesss, der Knaller auch die Schattentiefe Deiner epischen Bilder! Wow. Kraft ist das, Kraft pur und Ganzheit. Der andere Teil des Schatzes.
    WUNNNDERSCHÖN :)) Bin hin und futsch (kommt dabei raus, wenn man der Grazy Shutters macht, hab doch gesagt, frau kann dann nicht mehr aufhören zu spielen, bei Dir geht das so noch viel besser, hachz...)
    ABsolut filmreif, das Ganze, und die lachende befreite Frau zum Schluss, die raffinöööse Kreatööööse, ahhh, so ist es schööön :))
    Bitte mehr davon, grandios - und ganz ganz liebe Grüße von Deiner Méa, die Licht UND Schatten liebt (den Schatten fast noch mehr, bin eine Persephonefrau, jajaja)

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    1. Ja, liebe Mèa, in der Zwischenzeit ist dieser Satz, der mittels ein paar Worte einen der Grundsätze oder vielleicht sogar den Grundsatz des Lebens auf dem Punkt bringt, auch zu meinem Lieblingssatz geworden!

      Es ist faszinierend, was dort in der Schatzkammer zu entdecken ist und es ist großartig, dass sie grenzenlos zu sein scheint und je mehr du davon schöpfst, je mehr Schätze zu dir fließen werden. Es ist wie ein doppelter Boden, der dich trägt.

      Ich liebe auch die Schattenbilder und was bin ich froh diese wunderschönsten Shutters hier zu haben, darüber haben wir schon so oft gesprochen, was die für uns sind und wie die Räume verändern!

      Und wahnsinnig habe ich mich über so viele liebe Worte gefreut,
      hab es noch zauberhaft und ich bin auf das Geheimnisvolle so neugierig!
      Deine Grażyna

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  2. Wenn die Begegnung und Auseinandersetzung mit den Schatten ein so zauberhaftes, erlöstes und befreites Lächeln aufs Gesicht zaubern wie bei Dir auf dem Foto, liebe Grazyna, dann ist das der letzte Beweis dafür, dass es sich nicht nur lohnt, sondern... einfach sein muss. So schön!
    Ja, ja, die Drachen. oder Schatten. Man kann es nennen, wie man will - die dunkle Seite der Macht. Wenn man nicht enden will wie Anakin Skywalker, sollte man das Dunkle an sich lassen - und es nicht bekämpfen :-D. Ich stimme Dir da völlig zu. Ich liebe diesen Post, er ist so treffend und klar geschrieben und trotzdem lässt er so viel Raum, dass jede(r) sich selbst darin erkennen kann!
    "Die zu sein, die ich wirklich bin" - das ist auch mein kostbarstes Ziel im Leben. Ich möchte sterben als die, die ich wirklich bin. Und ich möchte auch alles an und in mir akzeptieren. Und statt die Drachen zu bekämpfen, sie mir lieber zum Freund machen.
    Die Schatten sind doch so wichtig! Und wie gut, dass es sie gibt!
    Und wie gut, dass es Dich und Deine nachdenklich machenden Texte gibt, denn sowas "nährt" mich. Ich mag es, mir Gedanken zu machen und weiter zu kommen... Danke dafür, dass Du dazu beiträgst.
    Alles Gute für Dich, ich lese mit Begeisterung von Deiner "Entwicklung"... liebe Grüße, Maren

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    1. Ja, wirklich liebe Maren, ich kann befreiter lachen, kein Witz!
      Es ist schwierig in Worte zu fassen, mir geht es so gut und es ist nichts Außergewöhnliches, einfach zufrieden
      zu sein und zu wissen: Alles ist gut! Nichts Besonderes, aber dennoch anders.

      Ich freue mich, dass du findest, der Post ist treffend und klar geschrieben und lässt einen Raum.
      Und dass du ihm liebst?!
      Ich nehme es als ein großes Geschenk und bin tief berührt. Wir beide haben schon darüber „gesprochen“, dass wir über das, was unter der Oberfläche schlummert schreiben möchten, deshalb weiß ich, du guckst hin und dir ist es das wichtig.

      Ich glaube auch, dass das Schwierigste ist die zu sein, die man ist.
      „Die Schatten sind doch so wichtig! Und wie gut, dass es sie gibt!“ – ja, wie gut ist das!
      Der Schatten ist eine Goldgrube!

      Das ist gut, dass „sowas“ dich nährt und dass du dir Gedanken machst, um weiter zu kommen.
      „Sowas“ ist etwas, was uns verbindet und wir nähren und inspirieren uns gegenseitig. Das ist so kostbar und dass es das gibt bin ich unendlich dankbar:)

      Vielen lieben Dank für deinen Besuch, alles Gute für dich und liebe Grüße, Grażyna

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  3. vor allem kann man vor sich selbst nicht weglaufen....!!!
    wer es dennoch versucht verschwendet seine kraft. die er doch so viel besser für sinnvolle, schöne, nützliche, glücklichmachende dinge & taten einsetzen kann :-D
    lebe dein licht und lebe deinen schatten - und alle farben, die dazwischen sind. ich wünsch dir ganz viel kraft und durchhaltevermögen. und mut! den brauchst du - die alten gewohnheiten werden sich nicht so schnell verjagen lassen und nicht kampflos aufgeben. aber das wäre ja auch langweilig ;-)
    tolles foto von dir - so lässig, so fröhlich!
    xxxx

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    1. Das wird keinen Menschen gelingen, vor sich selbst zu laufen, der Schein trügt und letztendlich schade um die verlorene Zeit und Energie, die wir für dieses Weglaufen verschwenden. So hast du Recht, liebe Beate.
      Ich glaube mittlerweile, dass das Licht eines Menschen, das wirkliche Licht, nur aus dem Schatten kommen kann!
      Das beschäftigt mich sehr und darüber denke ich noch nach…

      Freue mich sehr, dass du das spontane Handy Photo magst, und dass du mich besuchst hast :))
      Alles Liebe und wunderschönen Sonntag, Grażyna

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  4. Meine liebe Grazyna,
    danke für diesen wieder so wunderbaren Post!
    Ich wünsche Dir einen guten Start in eine schöne Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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    1. Danke meine liebe Claudia für deinen Besuch!
      Ich wünsche dir auch einen guten Start in die wunderbare neue Woche, deine Grażyna

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  5. Liebe Grazyna,
    bis zur letzten Zeile hätte ich glauben können, dass all diese Worte seien aus meinem Inneren geflossen sind. Es sind die Gedanken und Gefühle die mich gerade so sehr umhertreiben und mich oft weinen lassen. Gut, ich nenne es nicht Monster, sondern den Schmerzkörper, doch am Ende meinem wir das gleiche Phantom, dass in uns tobt, wenn wir unbewusst sind und es mit dieser Unbewusstheit auch noch richtig schön fett füttern. Im Moment fällt es mir unglaublich schwer, mich nicht damit zu identifizieren - es stellt mich auf eine harte Probe, versucht mich seit drei Tagen in die Knie zu zwingen. Es sind die Momente, in denen ich meine Tränen nicht mehr halten kann - beginne zu weinen, weil ich teilweise das Gefühl habe, nicht mehr zu können. Immer wenn ich glaube, jetzt bin ich etwas weiter gekommen, genau dann schlägt es zu, um mich eines besseren zu belehren. Es scheint mir zeigen zu wollen, das Hochmut vor dem Fall kommt und noch mehr Hingabe und Demut von Nöten ist. Keine Ahnung - was weiß ich schon. Ich weiß gerade nicht einmal, was ich hier schreibe - ich tippe einfach.

    Alles Liebe, Lill

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    1. Ich habe dir gerade auf deinen Blog geschrieben, liebe Lill.
      Es ist gut, wie du es gemacht hast, die Kontrolle aufzugeben, wenn die Seele weint…Zulassen, dass die Tränen fließen, die Tränen der Reinigung. Die Tränen, die sich den Weg na Außen suchen und unsere Verwundbarkeit, unsere Lebendigkeit zeigen, sind sehr kostbar und machen uns zu Perlen.
      Und so eine kostbare Perle bist du auch liebe Lill!


      Lass die Tränen fließen und umarme die. Die Tränen künden nicht von der Schwäche, die künden von deiner Stärke. Tränen sind Gefühle und Emotionen und dürfen nie unterdrückt werden. Folge den Tränen und lasse es zu Angestautes zu fließen.
      Dass du es zugelassen hast, dieses“ nicht wissen, was du schreibst“, heißt, du hast deiner Seele und all dem Schmerzen und Gefühlen, Raum gegeben, um es anzuschauen und du läufst nicht weg.
      Es ist so viel, was in dir passiert, es sind Mailenschritte!

      Bleibe bei dir und akzeptiere diese Grenze, die dir aufgezwungen wird. Lass die Seele atmen. Gehe in deinen Garten. Schau dir die Natur an, schau dir die Pflanzen an, schau dir die Bäume an.
      Lass es zu, einfach da zu sein, nichts zu tun und sich auf die unterstützende Kraft der Natur zu verlassen.
      Zu sich selbst finden, um sich selbst liebevoll umarmen zu können braucht seine Zeit und vor allem einen geschützten Raum.

      Und dieses Gefühl, teilweise nicht mehr zu können ist die Grenze, die man akzeptieren soll. Es kann auch ein gutes Gerüst sein, eine Schutzmauer, die wir unbedingt brauchen, um eigene Grenzen zu bewahren und auch um zu erkennen, was ist mir wirklich wichtig und wo bin ich dabei Erwartungen den anderen erfühlen zu wollen.

      Wo bewege ich mich in Mustern, die nicht mehr zu mir gehören?
      Das wahrzunehmen braucht einen geschützten Raum und es braucht Zeit, die nur dein Körper und deine Seele bestimmen können.
      Die Wahrnehmung dieser Muster ist sehr wichtig und da beginnt dieses zu sich selbst finden. Langsames Herantasten.
      Da kann ich mich endlich liebevoll selbst umarmen und vor allem mich spüren und meine Essenz immer mehr fühlen.
      Manchmal ist so, dass wir gerade vor unserer Essenz, was wir als schweres Schicksal wahrnehmen, weg laufen und nicht wahr haben wollen, dass gerade das das ist, was wir den anderen geben können.
      Als ich das mit über fünfzig begriffen und lieb gewonnen habe, hatte der Schatten, was ich auch als ein dunkles Loch und als Entwurzelung in meinem Inneren gespürt habe, sich verwandelt und als diese leuchtende Lebenskraft spürbar ist.

      Lass es zu so authentisch zu sein, wie gerade jetzt oben. Das bedeutet stark zu sein. Nur, wer stark ist, kann die Schwäche zugeben ohne es werten zu wollen.
      Und überhaupt weg mit all den Bewertungen, vor allem, den eigenen!
      Wie ich es zu schätzen weiß, dass du auf meinem Blog so ehrlich und so authentisch bist! DANKE DAFÜR!
      Lass es dir die Kraft der Natur zukommen, bleibe in diesem geschützten Raum und spüre deine Grenzen,
      die für dich arbeiten.
      Hab Kraft und fühle dich liebevoll umarmt, deine Grażyna

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  6. Du Liebe, das ist wieder so schön zu lesen. Schon vor einigen Tagen war ich hier, dann habe ich aber keine Worte gefunden für einen Kommentar und hab es ein wenig ruhen lassen und heute bin ich wieder da. Ich glaube, für mich das schwierigste ist, immer authentisch zu sein und nicht immer wieder zurückzufallen. Ich mag das Wort Monster nicht so gerne, das spaltet mich dann noch mehr, habe ich das Gefühl, dass es mir dann noch schwerer fällt, Dinge zu integrieren.
    Nun grüsse ich Dich von Herzen und danke Dir für das Zitat von Rilke: Unsere größten Ängste sind die Drachen,
    die unsere größten Schätze bewahren. Das finde ich sehr besonders.
    glg Susanne

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    1. Liebe Susanne, ein wenig ruhen lassen, finde ich gut. Manchmal braucht man die Zeit um die Dinge auf sich wirken zu lassen und zu schauen, was passiert. Auch, wenn ich über mich und über meine Erlebnisse schreibe, sind es Themen, die alle kennen (manche mehr, manche weniger) und das verbindet uns alle. Jeder darf selbst entscheiden und den geschützten Raum und die Zeit nehmen, die er braucht.
      Authentisch zu sein, bedeutet auch, zu wissen was mir gut tut, was meine Seele nährt und was mir nicht gut tut.
      Ich helfe niemanden, wenn ich das, was mir nicht gut tut in mein Leben reinlasse. Wie heiß das? „Am schönsten sind wir, wenn wir niemanden gefallen wollen“.
      Das habe ich mir auch zum Grundsatz gemacht: Niemanden gefallen wollen. Das schützt dich und das nährt dich.
      Susanchen, ich kann das sehr gut verstehen, wenn du das Wort Monster nicht magst. Jetzt macht das mir das überhaupt nichts aus, aber vorher schon, das stimmt. Natürlich darfst du es nennen, so wie du es magst und der Satz mit den Drachen ist klasse, nicht wahr!
      So habe ich es auch erlebt.
      Ich grüße dich auch vom Herzen und danke sehr dafür, dass du hier warst und so authentisch kommentiert hast.
      Liebe Grüße, deine Grażyna

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  7. Hallo liebe Grażyna,
    da freu ich mich gleich mit Dir! Denn ich denke, der Schatten gehört genauso zu uns, wie das was wir ansonsten von uns sehen. Erst mit dem Schatten sind wir komplett und gerade den eigenen Schatten anzunehmen, ist eine sehr große Leistung. Entsprechend kannst Du unglaublich stolz auf Dich sein!
    Wie viele Menschen gibt es, die mit dem Finger auf andere zeigen, aber dabei nur auf den eigenen Schatten, den sie jedoch nicht so sehen. Da fällt mir wieder ein: "Es ist so einfach den Splitter im Auge des anderen zu sehen, aber nicht den Balken vor der eigenen Tür." Und Du siehst nun bei Dir hin, einfach nur wunderbar!
    xx Rena
    www.dressedwithsoul.com

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    1. Liebe Rena, ohne den Schatten sind wir unvollständig und erst, wenn wir uns ihm zuwenden, spüren wir seine Kraft, die ab jetzt an uns zur Verfügung steht.
      So Recht hast du, dass viele mit dem Finger auf andere zeigen und dabei übersehen, dass der andere nur der Spiegel ist. Man müsste dankbar sein und dem, was uns dabei stört und uns aufregt nachgehen und entdecken, dass wir gerade dass, was uns an anderen stört, in uns selbst nicht wahrnehmen und nicht akzeptieren.
      Und die Redewendung mit dem Splitter ist goldrichtig!
      Liebe Grüße, Grażyna

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  8. Da schreibst du so, (zu Beginn) dass wir nicht begeistert sein werden und es doch "nichts großes" ist und ich finde, du hast eines der Größten dinge geschafft. Ich kenne dieses Gefühl irgendwie fremdbestimmt zu sein, nicht mal von einem Fremden, sondern man selbst. Man selbst ist nicht wie man wirklich ist, sein möchte,...und eigentlich weiß man auch nicht genau wieso man sich selbst so....hemmt und unterdrückt. Will man den Anderen gefallen? Ist es einfacher? Keine ahnung.
    Ich versuche jeden Tag aufs neue dein "kleines" wunder für mich zu erleben und es ist wirklich nicht leicht.
    Du kannst stolz auf dich sein :)

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    1. Liebe Amely, dieses Gefühl nicht zu wissen, warum man nicht wirklich weiter kommt, obwohl man sich schon sehr viel bewegt und viel reflektiert, kann ich mittlerweile so erklären, dass man tatsächlich Zeit braucht für einige Dinge und das lässt sich nicht beschleunigen.
      „Alles hat seine Zeit“ und die ist sehr individuell.
      Das hast du so treffend geschrieben, dass wir selbst nicht wissen, warum wir uns selbst hemmen und unterdrücken. Aus heutiger Sicht weiß ich, es hat seine Berechtigung oder seinen Sinn, denn wir müssen innerlich reifen, Erfahrungen machen und Wissen sammeln, bis wir soweit sind, dass wir das tragen können, was wir sind.
      Das wir das aushalten, unseren Schatten anzuschauen und dann ganz werden. Und plötzlich zu erkennen, dass das was ich nicht anzuschauen mag, auch wenn unbewusst, nicht so schlimm war, dass der Angst größer war.
      Lass es dir gut gehen und alles Liebe, deine Grażyna

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  9. Liebe Grażyna,
    Selbstbetrug ist von allen Betrügereien am schwersten zu erkennen, und jeder ist Meister darin, aber nur die, die es wissen sind schon einen entscheidenden Schritt weiter. Es freut mich, dass Du einen Weg gefunden hast, Deinem Schatten zu begegnen. Und ich glaube auch, dass Du sehr Stolz auf Dich sein kannst.
    Das Zitat von Rilke gefällt mir sehr gut und habe es mir sogar notiert, sonst vergesse ich es wieder.
    Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    P.S. Leider habe ich im Augenblick nicht soviel Zeit, wie ich genau jetzt gerne hätte. Mein Antwort auf Deinen Post kommt mir unvollständig vor, irgendetwas fehlt, ich weiß nur nicht was...

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    1. Lieber Wolfgang, das macht mich direkt leichter, obwohl ich jetzt „mehr“ bin. Ich meine, ich habe jetzt den Schatten, der sich zu einem Schatz gewandelt hat. Und psychologisch gesehen, abgespaltene Persönlichkeitsanteile wurden integriert. Glaube mir, das habe ich in dem entscheidendem Moment nicht bewusst beschlossen und verändert, nein. Das lässt sich nicht auf Knopfdruck machen.
      Vielmehr, ich habe es gespürt, dass es anders ist, als ich diese Begegnung mit dem, was ich nicht wahr haben wollte, innerlich ausgehalten habe und mich dagegen nicht gewährt habe und innerlich „ja“ gesagt habe. Und ich spürte, ein Stein ist vom Herzen gefallen.

      Dein P.S. finde ich ganz süß, weil du da so authentisch bist und damit sagst du viel aus, das da etwas fehlt, aber was? Es arbeitet in dir. Danke für diesen Kommi.
      Viele liebe Grüße und einen wundervollen Abend, Grażyna

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    2. Liebe Grażyna,
      leider komme ich jetzt erst dazu, Deine Antwort zu lesen.
      Der Knopfdruck kommt mir sehr bekannt vor, und ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass das nicht funktioniert. Es ist eben kein Knopf da, auf den man drücken könnte, auch wenn man sich einbildet, da sei einer.
      Ich wünsche Dir noch eine schöne Restwoche.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

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  10. Liebe Grazyna,
    diese Erfahrung habe ich beim Bloggen auch gemacht: Es bringt einem weiter. Denn man fängt an, sich mit der eigenen Person, der Welt, in der man lebt, mit Dingen, die einem wiederfahren, auseinanderzusetzen. Und zwar ausgesprochen intensiv. Alleine der Umstand, dass man seine Gedanken in Worte fassen und niederschreiben will, die Mühe die man sich gibt, um diese Gedanken in die bestmöglichen Worte zu kleiden, sie für andere verständlich zu machen, löst ganz viel in einem aus. Man fühlt einerseits die Kraft, die diese Worte haben, und andererseits wird einem tiefgehend bewusst, was da schon lange in einem gebrodelt hat. Was brachgelegen und darauf gewartet hat, entdeckt und verarbeitet zu werden!
    Der intensive Umgang mit dem eigenen Innersten ist eigentlich immer etwas, das einem vorwärtsbringt. Egal, ob das nun positive Aspekte sind oder negative. Im Gegenteil: Ich finde sogar, dass uns der Konflikt mit dem vermeintlich Negativen einem als Persönlichkeit noch sehr viel mehr fördert!
    Und so freue ich mich für dich und wünsche dir, dass du weiterhin Schritte tun kannst, die dich protegieren, dass du aus eingefrästen Mustern ausbrechen und einfach dich selbst sein kannst. Ohne Wenn und Aber.
    Herzlichste Grüsse und Drüückerz!

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    1. Liebes Hummelchen, ja, das Bloggen hat mir weiter gebracht in jeder Hinsicht. Dadurch habe ich eigentlich schreiben gelernt, weil ich üben musste, wie du es treffend formuliert hast, die Gedanken in Worte zu fassen, die auch verständlich sind. Und überhaubt erst mal die Gedanken in Worte zu fassen. Ja, dem, was aus dem Inneren raus will Gestalt zu geben und die Kraft zu spüren! Dadurch sich selbst gespiegelt zu bekommen und sich dessen bewusst zu werden, dass die schon immer da waren. Das hast du auf dem Punkt gebracht.
      Ja Hummelchen, wir begegnen uns selbst dadurch ganz neu. Wie wundervoll und ist kostbar ist das!. Und nur Katastrophen bringen und weiter, weil die uns dazu zwingen, tiefer zu blicken. Wie schön, dass du mich besuchst hast!
      Alles Liebe und ein feines Wochenende, deine Grażyna

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