Donnerstag, 12. Juli 2018

Manchmal muss auch ein Zwilling...




Manchmal muss auch ein Zwilling den Weg des Krebses gehen und 
einen Schritt zurück machen, um zu erleben, dass dieses Zurückgehen
 keinesfalls ein Stehenbleiben ist. Zurückgehen kann viel mehr sein.

Nachdem ich letzte Woche meine siebte Tarotkarte gepostet habe,
sagte meine Freundin Regina, dass ich die Karte verändert habe 
und dass das erlöste innere Kind fehlt.
Ich bin in mich gegangen.

An die Veränderung selbst konnte ich mich nicht erinnern, aber ich 
habe alle Tarotbilder, die ich zwischen 2004 und 2007 gemalt habe, 
immer fotokopiert und diese kleinen Kärtchen aufbewahrt. Nun, stellte 
ich fest, ich habe die Karte tatsächlich verändert.

Meine ersten Bilder sind in 2004 entstanden, ohne zu ahnen, dass 
das Tarotbilder sein werden.
 Später malte ich sie, auch ohne zu wissen, welche Karte ich gerade 
male.Völlig aus dem Unterbewussten gemalt, ein Ausdruck 
der unverfälschten Seele.

Die siebte Tarotkarte habe ich nachträglich verändert und das war 
der Kopf, der sich eingeschaltet hatte. Schaltet sich der Kopf ein,
ist der freie Ausdruck gehemmt. Schaltet sich der Kopf ein, gibt es dafür 
einen Grund und das ist die Angst vor der Freiheit, vor zu viel Freiheit.

Und so konnte es nicht bleiben. Das Bild vom letzten Post existiert 
nicht mehr, weil ich ihn verändert und zurück zum Ursprung geführt 
habe. Jetzt sieht meine siebte Tarotkarte so aus, wie ich sie im 2004 
gemalt habe. Dadurch ändert sich ihre Aussage.

Bei fast allen Tarot-Decks heißt die siebte Tarotkarte „Der Wagen“. 
Den Namen mochte ich nie und deshalb habe ich meine Tarotkarte 
„Der Aufbruch“ genannt. Auch das ist nicht mehr aktuell.

Bei der siebten Tarotkarte ist nicht der Aufbruch selbst das Thema, 
sondern das Ziel, das Ankommen. Uns begleitet immer nur ein Ziel 
und das ist, bei uns selbst anzukommen!
Dort anzukommen, wo wir zuhause sind.
Wo unsere Seele sich frei entfalten darf.
In der inneren Heimat.

Deshalb heißt meine siebte Tarotkarte „Die Heimat“.

Bei den Karte Nr. 7 geht es nicht darum, den richtigen Zeitpunkt 
abzuwarten und dann aufzubrechen.
Es geht darum, dem Ruf der Seele zu folgen!


Wenn unser Ziel nicht die Vision der Seele ist, wird es nie
 den richtigen Zeitpunkt geben und wir werden nie ankommen.




7. Die Heimat


Tarot, 7. Der Wagen



Die Botschaft

Welch ein Glück!
Wenn ich bei mir bin, alles ist gut.
Beim Anblick der Schönheit, die mich umgibt, werde ich sanftmütig.
In den Rhythmen des Mondes und der Sonne sehe ich mich gespiegelt.
Seelennahrung!

Wie weit ich blicken kann, um mich herum, die Welt voller Farbenpracht.
Sanft und leuchtend legen sich die Wege wie von selbst vor meine Füße.
Alles ist für mich da!

Ein Blütenmeer wie der Kuss des Mondes.
„Du bist schön, Du bist frei!“ - flüstert der Schmetterling, und ich
weiche ihm nicht von der Seite, er ist ein Traum!
Ich schwinge mit, ich bin frei!
„Du bist ein Sonnenkind.“ - wispert der Schmetterling.
„Bewahre es und verliere es nie aus den Augen.
Wenn dunkle Wolken in Dir toben und der Schmerz nicht auszuhalten ist,
auch dann leuchtet die Sonne für Dich und der Regenbogen
trocknet deine Tränen.“

Für einen winzig kleinen Augenblick scheint die Ewigkeit mich zu berühren.
Nein, das sind nur seine zarten Flügel, wie ein Hauch, wie ein Atemzug.
Wie kann das sein? Wer ist er, der Schmetterling?
Der, der meine Seele berührt, wer ist er?
Was ist sein Geheimnis?
Ach, nein, er berührt nicht meine Seele, er ist meine Seele!
Ich schwinge mit, ich lasse mich lenken, welch ein Glück!
Er ist meine Heimat!

Grazyna Jansen






Nachtrag

Zwei auf einer Achse liegende Tarotkarten ergänzen sich immer.
So ergänzen sich die beiden Karten der Turm und die Heimat.
Der Turm trägt die Zahl 16 und die Heimat die Zahl 7.
  Addiert man die 1 und die 6, so ergibt sich die 7.
           




Der Turm ist das Zusammenfallen des inneren Gefängnisses.

Nachdem das innere Gefängnis die Tür nach außen geöffnet hat, ist der Weg in die innere Heimat frei.





Ich wünsche Euch alles Liebe, Eure Grażyna



Quelle:http://indulgy.com/source/zsazsabellagio.blogspot.com


Möchtet ihr wissen, wohin das Türchen führt? Hier ist der Schlüssel. 
Ihr werdet zu meinen Gärten, wie ich die nenne, auf Pinterest gelangen.
Wenn ihr euch dort zuhause fühlt, folgt mir einfach. 
Ich freue mich auf Euch!


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Kommentare:

  1. Meine liebe Grazyna,
    das sind wieder wunderbare Zeilen ... vielen Dank dafür!
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und einen guten Start in ein wunderschönes und entspanntes Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße , Deine Claudia ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Meine liebe Claudia, danke für Deine zauberhaften Zeilen und für Deinen lieben Besuch.
      Ich wünsche Dir einen wunderbaren Tag und einen guten Start in ein wunderschönes und
      entspanntes Wochenende!
      Ganz liebe Grüße, Deine Grażyna

      Löschen
  2. wow! was für ein sprung! es ist sehr faszinierend zu sehen, wie du dich entwickelst - man spürt in jeder zeile wie du der grazyna, die du wirklich bist, immer näher kommst. und du scheust dich nicht, zu verwerfen, was dich nicht weiterbringt. ich ziehe meinen hut!
    nochmal zu deinen bildern: sie erinnern mich an die grossen der "naiven malerei" und an die wunderbare slawische volkskunst - rein und wahr und echt. sehr berührend.
    fröhliches weekend! xxxx

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    1. Ich habe begriffen, dass die Veränderung der Karte damals eine Reaktion des Kopfes, also des Bewussten, auf das unbewusst gemalte Bild war und dies war mir wichtig auch so zu posten. Einerseits musste ich mich selbst korrigieren und andererseits wollte ich auch für andere den Prozess sichtbar machen.

      Im Mai hatte es in mir Klick gemacht und sei dem erkenne ich mich selbst nicht wieder, Du bist sehr aufmerksame Beobachterin, liebe Beate. Es fühlt sich so an, als ob ich mit anderen Augen sehen wurde und mich fasziniert das ebenfalls sehr. Ich komme mir selbst Stück für Stück näher, wie eine Schlange die die alte Haut abstreift.

      Das ist süß, was Du über meine Malerei schreibst, danke! Ich habe eine slavische Seele und wenn ich male, und das tue ich immer unbewusst, wie ein Kind, dann greift die Seele auf die Symbole und die Bilder des kollektiven Unterbewussten, die wahrscheinlich mit dem slavischen Raum verknüpft sind. Die Bilder meins Tarots sehe ich auch in der Richtung naiv kindlich. So wollten sie auch gemalt werden, um den Zugang zu dem inneren Kind in uns leichter zu finden.

      Dein Kompliment ehrt mich sehr, danke Dir!
      Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende, Grażyna

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  3. Ich habe mir schwer getan, einen Kommi zu schreiben, liebe Grazy, da ich immer ein wenig langsam bin, was das Thema Tarot betrifft. Die 7, die scheint in den Decks ja gleich zweimal vertreten zu sein, Wagen, Schwerter, und nun hast Du Deine eigene 7 kreiert. Was aber mache ich? Ich versuche nun, alle Enden zusammenzubekommen, als sei darin trotz völlig verschiedener Aspekt ein Faktor, eine Lehre (oder mehrere), die ich da ziehen will. Was tue ich damit, wie nutze ich dies im Leben? Wie kann es weiterhelfen? Ich bin da wirklich noch sehr begriffstutzig, ja, ich finde hier nur schwer einen Zugang - obwohl es doch absolut das Thema ist, das gerade in meinem Leben aktuell ist wie nie. Wir haben Leute getroffen, denen es so geht wie uns, die gucken auch auf ihr Schicksalsrad, wir sind da tatsächlich mitnichten alleine. Exakt dieselbe Lage wohl hier in so vielen Straßen.
    Und so werde ich noch brauchen, zu begreifen... Zumindest aber hast Du bereits gefunden, und Deine Hingabe daran ist wunderschön. Da kümmt die Grazy, jou, und ich gucke bei Dir rein und denke mir dann - vielleicht braucht´s auch erst einmal ein sich Verlieren, um sich dann so richtig finden zu können, weil man neu sucht. Ist es das? Meine Güte, wird einem ja schwindlig ;))
    Siehste mal, was Du da alles anstößt :)
    Ist nicht mal eben "schöne Bilder", höhö (hatten wir ja mal drüber gesprochen...)
    Insofern, hab es ganz wundervoll und zauberhaft, bis ganz baldigst, wir gehen heute nach Bergedorf gucken, jaja.
    Alles Liebe von Deiner Méa

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    1. Liebe Méa,
      danke für diesen großartigen Kommi! Ja, wunderst Du Dich, warum das! Weil ehrlich und authentisch! Das schätze ich sehr.
      Das ist in Ordnung, dass Du nicht leicht einen Zugang findest. Denn Tarotkarten sind kein Buch zum Lesen.
      Die lassen sich nicht lesen und nicht mit dem Verstand begreifen. Jedes Mal, als ich versucht habe die Botschaften zu begreifen und mit dem Kopf zu entschlüsseln, bin ich gescheitert. Und je mehr ich nicht locker lass, desto mehr habe ich mich darin verloren gefühlt. Tarot ist ein Buch der Seele und kommuniziert durch die Bilder und Symbole, die die Sprache des kollektiven Unterbewusstseins sind. Am besten ist, das Bild einfach „zu vergessen“, ruhen zu lassen und die Antworten kommen aus der eigenen Tiefe zu einem Zeitpunkt, wo wir damit nicht rechnen und wir werden überrascht, dass wir auf einmal es verstehen.
      Mit der Ehrlichkeit Deines Kommis bist Du an dem Kern von der Karte 7, die in Grażynas Tarot „Die Heimat“ heißt, ganz nah. Die Frage ist, was ist der Ruf Deiner Seele? Wofür brennst Du? Für was wirst Du ins Feuer gehen?
      Wann hat Deine Seele ein Zuhause?
      Nur dann, wenn Du dafür ins Feuer bereit bist zu gehen, hat Deine Seele ein Zuhause gefunden und in dem winzigen Augenblick ist der Feuer entflammt! Diese Antworten kann der Kopf nicht liefern. Die weiß nur die Seele und, wenn wir den Kopf abschalten, können wir die hören.
      Ich habe meine eigene Karte 7 kreiert, weil die traditionelle Karte „Der Wagen“ durch Männer geschaffen ist und mir zu kopflastig ist und nicht zu dem Kern, zu der Seele vordringt.
      Danke liebe Méa für diesen ehrlichen Kommi, der uns beide weiter bringt, so denke ich. Es ist auch für Dich leichter das zu sagen, als versuchen etwas Nettes zu schreiben. Das wurde niemanden vom Nutzen sein.
      Danke nochmal!
      Hab einen wunderschönen sonnigen Tag, ich umarme Dich, bis bald, Deine Grażyna

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  4. Wieder ein sehr interessanter Post, liebe Grazyna! Ich danke dir!
    Einen schönen Sonntag und alles Liebe!
    Karin

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    1. Liebe Karin, danke für Deinen Besuch! Es ist mir eine Freude, dass Du den Post interessant findest.
      Alles Liebe und eine wunderschöne Woche, Deine Grażyna

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  5. Liebe Grazyna, ich kenne mich so gar nicht aus im Tarot. Trotzdem finde ich Deine Texte sehr bereichernd.
    Wo auch immer wir sind, was immer uns begegnet ob beglückend oder verstörend - sind wir bei uns, haben wir unsere Heimat in uns und wir können uns nicht verlieren.
    Dies nehme ich so als Botschaft Deines Posts mit, ohne zu wissen ob ich Dich richtig verstanden habe. Aber es fühlt sich gut an. Vielen Dank dafür. Alles Liebe, Pia

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    1. Liebe Pia, das finde ich schön, dass meine Texte für Dich bereichernd sind, auch wenn Du Dich mit Tarot nicht auskennst. Ich finde es großartig den Satz von Dir: „… Dies nehme ich so als Botschaft Deines Posts mit, ohne zu wissen ob ich Dich richtig verstanden habe. Aber es fühlt sich gut an“. Ja, das ist gut! Das fühlt sich für Dich gut an und deshalb ist es richtig. Das Fühlen kommt von der Seele und das Verstehen vom Kopf. Und Du hast nicht den Kopf, sondern der Seele gelauscht. Herrlich!
      Ich danke Dir, liebe Pia, für Deinen lieben Besuch und wünsche eine schöne Woche, Grażyna

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  6. Also Grazy, Dein Turm, der zog bei mir rein, SO klar dieses nicht so einfache Bild, die Erklärung von Dir, das ging rein wie nix. Yesss. Grandios! Und das bei mir, die da doch ganz begriffstutzig ist. Nur... jetzt krieg ich die 7 immer noch nicht zusammen. Es dauert vielleicht noch bei mir, bis der Groschen fällt und ich die Abgrenzung von anderen Themen sehe.
    Alles Liebe nochmal, Deine Méa, die Grüblerische ;))

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    1. Ja? Ich wollte nur noch sagen, es ist vollkommen in Ordnung, wenn nichts passiert. Es geht mir nicht darum, dass man die Bilder und die Botschaften gleicht begreift, nein. Tarot tut selbst nichts, es ist nur ein Spiegel des Unterbewussten und spiegelt nur das, was gespiegelt werden möchte zu einem bestimmten Zeitpunkt. Man soll sich nicht überfordern und versuchen die Symbole zu verstehen, vielmehr anschauen und gucken, was passiert und was aus dem Inneren kommt.
      Genau, man sollte sich die Zeit lassen und dem Kopf erlauben zu vergessen, damit das Unbewusste sich auf seine Weise mit dem Symbolen und dem Botschaften beschäftigen kann.
      Alles Liebe nochmal, Deine Grażyna

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  7. Liebe Grazyna, das Bild ist wirklich sehr berührend, es zeigt in fröhlichen klaren Farben eine Reinheit und Leichtigkeit, wie man sich die im Idealzustand von einer heilen Kindheit wünscht. Dass die in den wenigsten Fällen rein und leicht und heil war, wissen wir ja. Aber man kann diesen Zustand dennoch jederzeit erreichen - das ist einfach wunderbar zu spüren und zu wissen! Ich finde es toll, dass Du in dieses Stadium der Leichtigkeit gelangt bist... sehr berührend dazu ist Dein Text. Einfach so schön.
    Danke für die Bilder und Worte, die immer mein Herz berühren, liebe Grüße, Maren

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